LVR-Amt für Denkmalpflege
im Rheinland
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Krypta von Sankt Peter in Zülpich

Denkmalpflege im Rheinland

Dokumentation

Projekte

Hier informieren wir Sie in loser Folge über aktuelle Projekte der Abteilung Dokumentation des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland.

Deutschordens-Kommende Siersdorf

Die Kommende in Siersdorf gilt als eine der ältesten Niederlassungen des Deutschen Ritterordens zwischen Rhein und Maas. Der bereits 1219 durch eine Schenkung der Jülicher Grafen an den Orden übertragene Hof änderte in seiner bis 1805 fortdauernden Nutzungsgeschichte seine bauliche Form und Ausstattung mehrmals. Auf den Grundmauern des 1542/43 zerstörten Vorgängerbaus entstand ab 1578 ein prächtiges Herrenhaus im Renaissancestil, das in der Folgezeit barockisiert und durch den letzten Krieg in Teilen zerstört wurde.

Das stark vom Verfall in Mitleidenschaft genommene Gebäude wird seit 2013 als „national wertvolles Kulturdenkmal“ vom Eigentümer, dem Förderverein Kommende Siersdorf e.V., mit Fördermitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen substanziell gesichert. Unterstützt werden die Maßnahmen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der NRW-Stiftung Natur–Heimat–Kultur.

Die Abteilung Dokumentation des LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) begleitet das Vorhaben von Beginn an mit dem Ziel einer gezielten Vorbereitung der Maßnahmen sowie der Erforschung der Bau- und Nutzungsgeschichte des Herrenhauses. Die enge Zusammenarbeit des Fördervereins Kommende Siersdorf e.V und des LVR-ADR dient dem Verständnis und der Erfahrbarkeit dieses bedeutenden Kulturdenkmals und bildet zugleich das Fundament für eine künftige denkmalverträgliche Nutzung des Herrenhauses der Kommende Siersdorf.

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Hellenthal: Verborgene Baugeschichte rettet "Haus Kremer"

Hinter der Fassade des Wohnhauses Kremer in Hellenthal verbirgt sich die alte Gerberei Mattheis, eine Lohgerberwerkstatt des 18. Jahrhunderts.

Das als "Haus Kremer" in die Denkmalliste eingetragene Baudenkmal stand nach jahrelangem Leerstand und Verfall kurz vor dem genehmigten Abriss. Als Auflage hierfür sollte eine Baudokumentation angefertigt werden. Der mit der Dokumentation vor Abbruch beauftragte Architekt aus Vlatten entdeckte dann im August 2013 hinter der mit Eternit-Platten verkleideten Fassade die gut erhaltene Fachwerkkonstruktion einer alten Lohgerberei.

Am 14. Januar 2014 stellten daraufhin Dr. Monika Herzog, zuständige Gebietsreferentin der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, und Dr. Kristin Dohmen, Sachgebietsleiterin Bauforschung der Abteilung Dokumentation des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, zusammen mit dem Architekten im Bauausschuss der Kommune Hellenthal die neuen Erkenntnisse der Bauforschung vor. Zur Veranschaulichung diente ein im Sachgebiet Vermessung der Abteilung Dokumentation entwickeltes 3D-Modell des Gebäudes, das einen eindrucksvollen Einblick in die Produktionsstätte gibt. Der Abriss konnte auf Basis der Untersuchungsergebnisse erfolgreich abgewendet werden.

Die Gerberei wurde inzwischen dendrochronologisch ins Jahr 1817 datiert. Damit ist sie eine der letzterbauten handwerklich produzierenden Gerberwerkstätten vor der Industrialisierung. Auch die "Preußische Uraufnahme" von 1836 bis 1850, ein Kartenwerk im Maßstab 1 : 25 000, verzeichnet die Gerberei am Ortsrand von Hellenthal.

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