LVR-Amt für Denkmalpflege
im Rheinland
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Blick in die Kuppel des Okogons des Weltkulturerbes Aachener Dom

Denkmalpflege im Rheinland

Veranstaltungen

Workshop Denkmalrecht – Praxisnahes Arbeiten mit dem DSchG NRW anhand von Fällen. Schwerpunkt: Baudenkmäler und Denkmalbereiche

Das Denkmalschutzgesetz NRW ist übersichtlich strukturiert, dennoch ist es für alle Beteiligten aufgrund der Vielgestaltigkeit der Lebenssachverhalte immer wieder eine Herausforderung, es in der Praxis so anzuwenden, dass eine Lösung gefunden werden kann, die das Denkmal in der gebotenen Weise schützt und zugleich für den Eigentümer oder die Eigentümerin „machbar“ ist. Das Seminar befasst sich mit praxisnahen Fällen rund um Baudenkmäler und Denkmalbereiche. Sie sind eingeladen, Ihre Kenntnisse im Denkmalrecht anhand der Bearbeitung kurzer, konkreter Sachverhalte anzuwenden und diese mit Hilfe der Referentin zu erweitern. Grundlage ist dabei die aktuelle Rechtsprechung. Insbesondere folgende Themen werden Gegenstand sein:
1. Wann stelle ich das Denkmal vorläufig unter Schutz und wann endgültig?
2. Muss dieses alte Haus wirklich unter Denkmalschutz gestellt werden? Viele in der Gemeinde würden lieber seinen Abbruch sehen.
3. Was muss in der Denkmalliste stehen? Muss es wirklich so ausführlich sein?
4. Das Denkmal ist ziemlich heruntergekommen. Kann man es wieder aus der Denkmalliste löschen?
5. Fragen der (vorläufigen) Unterschutzstellung, der Eintragung und der Löschung von Denkmälern (§§ 2 ff. DSchG NRW, DLV)
6. Was kann dem Eigentümer bzw. der Eigentümerin aufgegeben werden, um das Denkmal ausreichend zu schützen? – Erhaltungsanordnung (§ 7 DSchG NRW)
7. Kunststofffenster, Solaranlagen, Satellitenschüsseln, Windkraft & Co. – Was geht (nicht) am Denkmal und in seiner engeren Umgebung? Fragen rund um das Erlaubnisverfahren (§ 9 DSchG NRW)
8. Der Abbruch – ein denkmalrechtlicher Extremfall (§ 9 DSchG NRW; Dokumentationspflicht, § 29 DSchG NRW)
9. Wie kann gegen einen Eigentümer bzw. eine Eigentümerin vorgegangen werden, wenn das Denkmal verfällt bzw. bereits verfallen ist? – Wiederherstellungsanordnung (§ 27 DSchG NRW), Bußgeldvorschriften (§ 41 DSchG NRW)
10. Müssen wir das Denkmal wirklich übernehmen??? – Fragen rund um Enteignung und Übernahmeverlangen (§§ 30, 31 DSchG NRW)
11. Der Denkmalbereich – Wie sieht eine sinnvolle Denkmalbereichssatzung aus? Was kann hinsichtlich der erhaltenswerten Bausubstanz im Denkmalbereich durch Verwaltungsakt angeordnet werden?
12. Die Vorschriften zur Steuerbescheinigung – ein Buch mit mindestens sieben Siegeln? – Ein Überblick über § 40 DSchG NRW und die ministeriellen Erlasse.

Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Mitarbeitende der Unteren und Oberen Denkmalschutzbehörden, Denkmalpflegeämter, Bauämter, die sich häufig mit denkmalrechtlichen Anträgen befassen, sowie an Architektinnen und Architekten, Bauingenieurinnen und -ingenieure und verwandte Berufsgruppen, die sich mit baulichen Maßnahmen an Baudenkmälern oder Denkmalbereichen befassen.

Geleitet wird die Veranstaltung von der Justiziarin des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, Ass. jur. Antje Clausmeyer. Veranstalter ist das StudienInstitut Niederrhein.

Veranstaltungsort

StudienInstitut Niederrhein
Seidenweberhaus
Theaterplatz 1
47798 Krefeld

Zeit

10. Januar 2019, 9.00 - 16.00 Uhr

Preis

135,00 Euro

Anmeldung

Anmeldung erforderlich. Für weitere Informationen zu Programm und Anmeldung wenden Sie sich bitte an den Veranstalter, das StudienInstitut Niederrhein.