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Vortrag von Christoph Schaab, Leiter der Restaurierungswerkstatt für Anorganische Materialien des -Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, und Christina Saake im Rahmen der "Steintage 2026", einer Tagung zur Steinkonservierung des VDR und der Fachhochschule Potsdam. Die Abtei Brauweiler feierte vor zwei Jahren das tausendjährige Jubiläum ihrer Gründung 1024. Zu den ältesten erhaltenen baulichen Zeugnissen der langen Geschichte der ehemaligen Benediktinerabtei gehören die im 11. bis 13. Jahrhundert entstandene romanische Abteikirche, heute Pfarrkirche St. Nikolaus und St. Medardus, der aus dem 12. Jahrhundert stammende Kapitelsaal mit der Benediktuskapelle und der Kreuzgang, dessen Ostflügel um 1170 entstand, gefolgt vom Südflügel aus dem frühen 13. Jahrhundert. Anlässlich des Jubiläums erfolgte ab dem Sommer 2023 eine umfassende Restaurierung des Kreuzganges, die sich bis in die ersten Monate des Jubiläumsjahres hinzog. Oberste Priorität hatte dabei die Erhaltung der mittelalterlichen Bausubstanz aus Trachyt vom Drachenfels und Latit vom Stenzelberg im Siebengebirge und der mittelalterlichen steinernen Ausstattung mit Säulen aus schwarzem Kalkstein und honigfarbenem Aquäduktmarmor. Neben der Konservierung der Substanz wurden aus früheren Restaurierungen herrührende unpassende Ergänzungen an Fugen und Steinsubstanz überarbeitet, um dem Kreuzgang wieder ein ästhetisch geschlosseneres Bild zu geben. Mit farblich angepassten Fugenmörteln wurde die besondere Wirkung der Quaderlagen aus hellem Trachyt und dunklem Latit deutlicher hervorgehoben.
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